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Fibonaccie 36 Jahre
US Vereinigte Staaten von Amerika 15201 Pittsburgh
Letzter Login: 12.06.19 um 15:29
Letztes Profilupdate vor 3 Jahren
Status: Nudeln kochen seit Jahren (seit 5 Jahren)
Orientierung Heterosexuell
Figur Sportlich
Raucher Nein
Beruf unterrichten

Wohnort


15201 Pittsburgh, Region Nordrhein-Westfalen
US Vereinigte Staaten von Amerika
Entfernung von dir: Nur für Mitglieder
Geschlecht
Männlich
Alter 36
Geburtstag 12.01.1983
Sternzeichen Steinbock
Größe 183 cm
Gewicht 70 kg
Haarfarbe Hellbraun
Augenfarbe Grün
Partnerstatus glücklich - Single
Über mich...
Abgedrehte, verkopfte, poetisch verklumpte, schillernde, sprudelnde Gedankentransporte, bitte in individuell,
maßgeschneiderte Messages. Ich LIEBE diesen Austausch, aber bitte keine platten Plattitüden. Nicht immer die selbe
Platte Leute, Schema Plattenbau ohne sich eine Platte zu machen... Wir müssen schneller denken, gegen die Wand und gegen das
Licht. Ein Gedanke ist echter als jede Berührung und Liebe in Worten zärtlicher als jede Stimme.

Reisen, ich sollte reisen, auf der Flucht vor der Liebe und dem Krieg des Geldes, ungebunden von grauen Horizonten kollektiver
Verantwortung, einfach nur fort von allem, was sozial sich Himmelskreise sichert, ich will fort wie die Wellen am Meer, wie die
Wellen am Meer dich hinaus tragen und du bald nur noch selten das Land hinter den Wellenbergen siehst.

Doch zu mir, ich arbeite in Pittsburgh an der Uni, mache meinen Doktor; und obwohl es mich hinausträgt in die Welt der
Ideen, ich mag die Deutsche Sprache, und schreibe gerne, doch es ist wohl kaum derart, dass es Menschen gibt, die diesen
merkwürdigen Duktus verstehen. Ich bin Philosoph, das heißt:

Langes Reden mit Denkerpose und Martern an Gedanken, die wie Dornensträucher durch das Gehirn zerren habe ich gelernt, ich
habe gelernt die Langeweile auszuhalten und den tiefen Hass auf das System zu spüren. Ich habe gelernt eine vergilbte Seite
nach der anderen umzublättern, ich habe gelernt sorgfältig einen Gedanken nach dem anderen zu kriechen. Nun lehre ich an
den Universitäten das, was viele glauben vertreten zu müssen.

Hier aber suche ich tatsächlich geistigen, anregenden Austausch. So etwas wie Tiefe und Einsicht, ich suche Seelenkerne,
die im Tanz unvereinbarer Atome sich doch nicht vereinigen, aber auch nicht ausschließen können. Nein, weltfremd bin
ich nicht, aber ich lebe in Pittsburgh, arbeite hier, was sollte ich also von Kontakten erwarten als dass es nur lange Briefe an
die kitschige Sehnsucht sein können? Ich will Schreiben, im Lauffeuer der Gedanken und Gefühle ohne Theorie nur den
elektrischen Strom strömender Gedankenfluten spüren. Ich suche Menschen, denen noch die Bilder aus den Fingern wachsen
und die ihre Gefühle wie auf Booten über Meere von Worten versenden. Ich will keine Argumente austauschen, sondern von
einer größeren Seele an mir träumen.

Und doch es ist die Seele, die ein Gefängnis des Körper ist. Wann schon martert uns der Körper mit seinen
Unzulänglichkeiten? Zumeist treibt doch die Seele diesen Körper wie einen Keil tiefer in die Welt. Wir wollen mehr als
die schnöden Gedanken.

Tatsächlich, ohne diese merkwürdige Sehnsucht, die wohl jeder verspürt, wäre ich lieber Objekt, seelenlos
und operativ hinter einer Welt aus Zahlen verschwunden, nur noch still kalkulierend und auf den größeren Gedanken
wartend, ein Planet der Berechnung. Ich wäre mehr ein Stern der Wünschenden, die immer nur in ihrer Seele verbleiben
müssen, um größer sein zu wollen, als sie jemals können. Ich wäre mehr und bräuchte niemanden als
mich selbst.

Schon aber der Wunsch, nicht mehr Seele zu sein, ist die Schlinge der Wünsche, die nur zurückzerrt in ein dunkles Sein
und das Bedürfnis doch den anderen zu suchen und schon müsste ich den Satz in Klammern schreiben: Ich lebe gern. Doch,
ich lebe, lebe gern. Ich sehe noch gerne wie mein Leben durch die Generationen trägt. Ein Wutanfall des Kindes aber
lässt die Ahnung von der Unzulänglichkeit wieder aufkommen, denn was mit den endlosen Generationen vor mir begann, setzt
sich nur in den endlosen Generationen nach mir fort: Das Spiel der Macht in uns und um uns.

Und ja es gibt so viele Dinge, die ich mag:

In einer neuen Stadt, an einem neuen Bahnhof ankommen, aus der Bahnhofsmenge heraus in die Stadt drängen, beim Zugfahren
Schienen zuschauen, wie zwei Gleise plötzlich ineinander fließen; Nachts den Zug in der Ferne hören, Reisen, In
Bücher starren ohne sie zu verstehen, in ihnen blättern, sie lesen und dann merken, dass der Inhalt an mir lautpfeifend
vorbeirauscht - irgendetwas aber bleibt für immer in uns - diese Eindrücke, die sich in uns aufschnappen, ich suche
Menschen, die nicht immer nur glücklich sind, ich suche dieses Interesse in uns, ein ehrliches Interesse. "Denn wer
heiter ist, ist Herrscher, wer fühlt, ist traurig" ich mag diese Filme und Bücher ohne Handlung, so wie mich und
dieses einfach nur da sein, den Impressionismus. Dann stehe ich in der Küche und ich gebe den bratenden Zwiebeln den Thymian
hinzu, ich warte auf den Geruch aus der Kindheit, H.A. kommt herein und stellt fest, dass es gut riecht. Ich nehme dieses
Olivenöl aus Griechenland, das etwas herb und nicht so weich wie italienisches am Gaumen haftet. Ich mag das G, es ist mein
Lieblingsbuchstabe. Ich habe nicht den leisesten Hauch einer Ahnung warum. In der Grundschule habe ich angefangen, mein ganzes
Hausaufgabenheft damit zu bemalen bis mich FRAU DIMITERKO erwischt hat und es vor der ganzen Klasse als schlechtes Beispiel
vollgekritzelter Hausaufgabenhefte zeigte. Ich bin oft peinlich berührt, so wie es überhaupt mir peinlich ist, diesen
Text hierein zu schreiben. Seitdem ist das G wie geheim ein geheimer Lieblingsbuchstabe von mir. Meine Kindheit wie ich selbst
sind ein Geheimnis für mich. Gespräche sind wie gute Essen. Ich lache mich dann über altmodische Witze kaputt und
ich lache so gerne in schöner Gesellschaft. Ich schaue Menschen beim Tanzen zu, denn ich möchte gerne ganz viele
Tänze lernen. Ebenso mag ich Tai Chi, eine Einheit von Mensch und seiner Bewegung, das wären wir gerne. Ich mag die
geistige Ruhe in der Bewegung und die körperliche Ruhe im Geist. Ich mag Augen, die halb vom Augenlied immer bedeckt bleiben.
Ich mag es, wenn Menschen noch schüchtern gegenüber mir sind. Früher lachte ich noch so tief, dass ich bettelte,
dass es aufhört und doch eigentlich wollte ich, dass das Lachen nie endete. Ich habe die schlimmsten Schicksale studiert,
mich mit so vielen Menschen und ihren Geschichten getroffen: Kindersoldaten, Betroffene von sexualisierter Gewalt, Prostitution,
die Schicksale haben mich ernster gemacht. Ich telefonierte gerne unendlich lange. Ich nahm das "hier" und
"jetzt" im Gespräch, ich blieb wochenlang wach und schlief nur zwei Stunden am Tag. Am Ende hatte ich 80
Déjà-vus pro Tag. Ich mag es seitdem zu bemerken, dass ich doch noch länger schlafen kann. Wecker erinnern uns
doch nur an unsere Müdigkeit. Ich spielte Klavier durch die Nächte und wurde beim Klavierspielen älter, stundenlang
auf der Klaviatur herumspazieren, meiner Finger erklärten mir die Welt. Dann zog ich um, ich bin umgezogen, so dass ich nach
und nach alle Dinge verkaufte und nur noch meine Isomatte besaß, ich zog nach Frankreich, Spanien, bereiste Europa,
verdiente Stipendien, lebte in China. Dann fuhr ich im Auto auf der Autobahn durch Thüringen im Herbst, da alle Landschaft
bunt lebt, ich sang die schlechten Lieder im Radio mit und klopfte auf das Lenkrad. Ich verschenkte mein Auto und zog nach
Amerika.

So möchte ich schreiben... vielleicht versteht dies jemand noch.
Weitere Infos

Hobbies


Mein Klavier, Lesen, Nachdenken usw...

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Alter Zwischen 18 und 32 Jahren
Geschlecht Weiblich
Land Deutschland
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Menschen mit vielen Interessen =)