230 User Online Heute 4 Neue User

Galactic Cowboys

US Vereinigte Staaten von Amerika
 
1990 - heute
Gegründet: in Houston, TX, USA
Bandstatus: Aufgelöst
Genre: AlternativeMelodicProgressivePsychodelicSpeedThrashHeavy Metal
Label: 1990 - 1995 Geffen Records
1996 - 2000 Metal Blade Records
Offizielle Homepage: http://www.galacticcowboys.com/
Myspace Seite: galacticcowboys
Fans (6 Fans)

Biographie
Die Galactic Cowboys - so benannt in Anlehnung an zwei der markantesten Symbole ihres Heimatstaates Texas, das amerikanische Raumfahrtinstitut NASA in Houston und den Kuhhirten aus Frontier-Tagen - haben ihre Ursprünge in Springfield, Missouri, wo sich Bassist und Hauptsongwriter Monty Colvin und Schlagzeuger Alan Doss im College über den Weg laufen. Bald folgen die beiden einer anderen Springfield-Combo namens King's X nach Houston, wo man zusammen mit Gitarrist/Sänger David Von Ohlerking The Awful Truth gründet und wie die Kollegen von King's X im Stall des ehemaligen ZZ Top-Managers Sam Taylor landet. Im Soge von King's X, die mit ihren ersten Alben in allen gängigen Gazetten abgefeiert und schon als die kommenden Superstars gehandelt werden, steigt die Nachfrage der Industrie nach gleichartigen Bands quasi über Nacht. Die Tage von The Awful Truth sind allerdings mittlerweile gezählt. Zwar erscheint 1990 über Metal Blade ein Album mit Demo-Material, aber zu diesem Zeitpunkt firmiert das Duo Colvin/Doss zusammen mit dem Bluegrass-Sänger Ben Huggins und Gitarrist Dane Sonnier - einem Neffen von Cajun Country-Star Jo-El Sonnier - bereits unter dem Namen Galactic Cowboys. Entschieden härter als The Awful Truth oder auch King's X, liegen die musikalischen Bezugspunkte des Vierers im Rhythmus und den Gitarren von Black Sabbath bzw. Metallica sowie dem mehrstimmigen Gesang von Crosby, Stills & Nash oder den Beatles - das Trademark des "Houston-Sounds". Gleich ein Dutzend Plattenfirmen wollen die "Fab Four-on-Metal", wie die Band schon bald bezeichnet wird, unter Vertrag nehmen, und ein knappes halbes Jahr nach ihrer Gründung haben die Cowboys einen fetten Deal mit DGC/Geffen - hinter vorgehaltener Hand wird von 750.000 Dollar gemunkelt - in der Tasche. Unter der Regie von Manager/Producer Sam Taylor entsteht das selbstbetitelte Debütalbum ('91), das allerdings verkaufstechnisch genauso wie der Thrash-lastigere Nachfolger "Space In Your Face" ('93) trotz guter Kritiken und Tourneen mit u.a. King's X und Dream Theater nur wenig reißen kann. Dadurch geraten Huggins & Co. bei ihrem Label ziemlich schnell aufs Abstellgleis und werden schließlich gedroppt. Streitigkeiten mit Entdecker Sam Taylor tragen ihr übriges dazu bei, daß man im Lager der Cowboys ernsthaft ans Aufhören denkt. Für ein paar Wochen ist die Gruppe sogar offiziell aufgelöst, ehe der Split revidiert wird, als Metal Blade-Boß Brian Slagel - seit jeher ein großer Cowboys-Fan - mit einem Vertragsangebot winkt. Nur Gitarrist Dane Sonnier will nicht mehr und wird durch Wally Farkas ersetzt. Mit neuem Elan und einem kleineren Budget nimmt man im Sommer '95 "Machine Fish" auf, bei dem die Band von der Produktion bis hin zum Artwork für alles selbst verantwortlich ist. Die Scheibe klingt immer noch typisch nach Galactic Cowboys, kommt aber im Vergleich zu den früheren Scheiben ein ganzes Stück gradliniger daher. Im Frühjahr '96 läßt sich das Quartett zum ersten Mal überhaupt auf europäischen Bühnen blicken und räumt als Support von Anthrax mächtig ab. Außerdem gehören die Cowboys ein paar Monate später zum Billing des Dynamo-Festivals, ehe man ein erfolgreiches Jahr mit dem Release der Mini-CD "Feel The Rage" (inklusive einer Coverversion von 'I Want You' von Kiss und 'Junior's Farm' von den Beatles) abschließt. Im Sommer '97 veröffentlichen die galaktischen Kuhhirten mit "The Horse That Bud Bought" ihr bisher vielseitigstes Werk. Obwohl man mit der Single 'Evil Twin' einen absoluten Ohrwurm im Gepäck hat, stellt sich der große Durchbruch auch diesmal nicht ein. Die Cowboys scheinen trotz exzellenter Scheiben auf alle Ewigkeit auf der Schwelle zwischen Kultstatus und Mainstream-Erfolg festgenagelt zu sein.