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Heliogabal 39 Jahre
AT Österreich 4xxx
Letzter Login: 01.10.19 um 13:46
Letztes Profilupdate vor 2 Monaten
Orientierung Heterosexuell
Figur Normal
Raucher Nein
Kinder Nein

Wohnort


4xxx
AT Österreich
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Geschlecht
Männlich
Alter 39
Geburtstag 07.05.1980
Sternzeichen Stier
Größe 181 cm
Haarfarbe Glatze
Augenfarbe Blau
Partnerstatus Single
Über mich...
Rückblick Nummer 1

Dass ich die Volksschule besuchte, ist schon so lange her, dass mir das Ganze vollkommen unwirklich erscheint inzwischen.
Auch, dass mich die Lehrerinnen, die mich unterrichteten, als kommendes Universalgenie feierten und förderten, erscheint
mir inzwischen längst vollkommen absurd.
Ich war gerne Schüler in der Volksschule Wehrgraben, das meine ich noch zu wissen.
Ich glaube, meine Erinnerung trügt auch nicht arg, wenn ich sage, dass ich beim Abschiedsfest zum Ende der 4. Klasse
beinahe mit den Tränen zu kämpfen hatte.
Als hätte ich damals schon gewusst, was folgen würde…


Rückblick Nummer 2

Im BRG wurde ich nicht glücklich.
Genie war ich schnell keins mehr.
Ich war Außenseiter, aber ohne jeden Außenseitercharme, ohne alle Kanten und Ecken. Ich war wie ein Hund, der um ein
bisschen Aufmerksamkeit bettelte.
Ich war ein männliches Mauerblümchen und ein totaler Loser und überhaupt Nichts!
Meine Noten waren Scheiße, ich war Scheiße, eine vollkommen jämmerliche, schwache, lächerliche
Erscheinung, etwas ganz und gar Überflüssiges!

Später, das heißt, in der Oberstufe, wurde ich vom pubertären Pseudointellektuellen zum spätpubertären
Pseudomarxisten, hatte von nichts eine Ahnung, wovon ich vorgab, Bescheid zu wissen. Ich durchblickte nach wie vor nichts.

Ich kam jeden Tag in derselben, immergleichen Drillichjacke zum Unterricht. Wenigstens war ich sehr schön…
Die Mädchen liebten mich dennoch nicht…

Ich liebte Maria und sie sah es nicht und sie sah mich nicht…

Man schimpfte mich „Assel“.
Ich war asozial.
Ich war es wirklich. Das war keine Rolle, wie bei so vielen.
Endlich war ich kein „Möchtegern- Irgendwas“ mehr.
Ich hatte meines gefunden:
Ungewaschen und abgefuckt einen Fünfer nach dem anderen abliefern und ansonsten saufen, was eben ging mit geringem Budget.
Ich schnorrte und war Abschaum.

Ich war linksradikal und schuf Temporäre Autonome Zonen.
Ich spielte unsichtbares Theater und provozierte die braven Bürger.
Ich fühlte mich gefährlich, war meistens besoffen und roch schlecht.
Ich meinte, sicher zu wissen, dass ich jemand besonderes war.
Ich war der Anarchist auf dem Thron.


Rückblick Nummer 3

Irgendwann war ich in Wien ansässig und hatte also die Kleinstadt hinter mir gelassen. In Unfrieden war ich von ihr
geschieden und ich war so sicher, dass sie mich einst vermissen würde, einst, wenn es zu spät sein würde. Denn ich
würde niemals wieder in diese sich nach mir verzehrende Scheißstadt zurückkehren, und wenn, dann nur auf ein
Wochenende, um mich über die dort ansässigen Halbaffen lustig zu machen.
Meine Heimatstadt in der oberösterreichischen Provinz hat mir nie auch nur eine Träne nachgeweint…

In Wien war ich mit meinem Papi zusammen.
Ich war ein junger Gott, junger Römer, Halbfalco.
Ich war jung, schön auf eine beinahe androgyne Art, ich war ein kommender Dandy, ich war ein aufgehender Stern.
Ich war eine Sternschnuppe; wunderschön für einen kurzen Augenblick und im nächsten Moment war ich verglüht
und verblüht.

Ich schätzte alle Arten von Drogen sehr.
Genau wie mein Papa.
Ich fand, die Drogenerfahrungen würden mich interessant und exquisit machen.
Ich fand, alles, was ich erlebte, machte mich zu einem ganz und gar besonderen Menschen und mein Dasein sah ich als vollkommen
gelungen an.

Ich weiß heute nicht mehr, ob ich das alles ganz ernst meinen konnte.
Ich war doch schon damals so unheimlich kaputt!
Nachts wankte ich pleite durch Wien, besoffen vom Wein und einsam, ja, so einsam war ich.

Doch alles würde sich einst gelohnt haben.
In einer fernen Zukunft, oder hoffentlich doch nicht gar so fern mehr…
Die großen Lebenshöhepunkte würde ich mir noch aufgespart haben, sagte ich mir.
Da würde noch so viel mehr kommen.
Und alles Leid und Elend der Gegenwart würde mich zu einem noch exquisiteren und interessanteren Menschen machen.

Ich bereiste die Welt.
Ich war in Brooklyn, New York City ansässig für einige Monate.
Berlin war auch nicht sicher vor mir. Da lebten wir in Moabit in einer Straße namens Birkenstraße.
Ich war auf der Überholspur.
Meine Schulfreunde hingen allesamt irgendwo in langweiligen Gegenden und Tätigkeiten fest. Ich kannte die Welt.
Ich war ein Mann von Welt.
Ich war ein Dorian Gray ständig auf Achse.
Ich war Oscar Wildes Bosie.
Ich verdrehte euch die Köpfe.
Mein Blick war verwegen und abenteuerlustig,
mein Haar war zerzaust
und meine Haut gegerbt.

Ich war der genialische junge Schriftsteller.
Auf mich hatte die Welt gewartet.
Mein Erscheinen war eine Sternstunde der Menschheit.
Gebannt hielt das Universum inne, während ich meinen Weg machte.

Mein Leben war schnell und intensiv und verhieß das größte Glück.
Ich war Huysmans und Baudelaire und Burroughs und Rimbaud und alle diese großen Künstler und Denker, die mit
Leichtigkeit geschafft hatten, was sie so groß gemacht hatte.

In Berlin war ich David Bowie und Iggy Pop in einem.
Wir waren Helden!
Nur für einen Tag…

Meine 15 Minuten Ruhm…
Vollkommen unbemerkt von der restlichen Welt…


Rückblick Nummer 4

Ich war auf dem Weg zu Normalität.
Ich war Zivildiener und Saufkumpan und Freund.
Ich unterschied mich kaum von all den anderen.
Ich war zufrieden.

Ich lernte Doris kennen.
Das war an einem Frühlingsabend im Studentenheim.
Das Mädchen Doris warf alles wieder durcheinander.
Und es war so dermaßen schön, dass ich es gar nicht sagen kann und damals noch weniger glauben noch fassen konnte…
Eine Zeitlang dachte ich ernsthaft, es würde etwas mit uns beiden werden können.
Ich hatte mich geirrt.

Ich fühlte so unheimlich intensiv, dass es Leben für mich gab…
Eine ganze Woche lang fühlte ich mich wie schwebend und dass die Welt für uns beide, Doris und mich, gerade für
uns beide, gemacht war, das war für mich gewiss.
Ich fühlte mich wie Iggy Pops Passenger.
Ständig hörte ich Iggy Pop- Alben.
Abends sollte ich meistens so gegen 8 im Studentenheim sein, um mich mit den anderen und Doris zu treffen. Ich verspätete
mich jedes Mal, weil ich einfach nicht wegkonnte von meiner Stereoanlage, aus der Iggy seine wunderbaren Songs sang.

Ich war mit dem Universum verbunden.
Ich war ein Stern.
Ich leuchtete am hellsten, wenn Doris in meiner Nähe war und ich war am Verglühen, wenn ich spätnachts wieder von
Doris scheiden musste.
Morgens erwachte ich und ich hatte immer noch Doris´ Geruch in der Nase und das Bild von ihrem Gesicht vor Augen und ich
sagte mir vor, dass ich vor 5 Stunden noch bei ihr gewesen war.
In der Arbeit fragte ich mich immer, ob sie denn gerade an mich denke.
Später fragte ich mich in der Arbeit, ob sie mir denn gerade zusehe.
Dann war Doris schließlich immer bei mir, egal, wo ich war.
Ich tapezierte die Wände meiner Wohnung mit sämtlichen Dokumenten, die mich betrafen, die ich nur irgend finden
konnte. Ich wusste, Doris beobachtete mich durch tausend geheime Augen.

Diese Lebensintensität machte mich schließlich zu einem kranken Mann.
Ich war kaum 20 Jahre alt.
Meine ganze Welt zerbröselte auf eine eigenartige, vollkommen rätselhafte und für mich nicht fass- noch
ertragbare Weise.
Ich war ein Trümmerfeld.
Ich hörte fremde Stimmen.
Kein Mensch unterwegs…
DOR- Strahlen beeinflussten das Wetter.
ELF- Wellen beeinflussten meine Gedanken.
Infraschall würde mich schließlich vollkommen zerstört haben.

Doris schleifte mich zur Psychiatrischen Ambulanz.
Die Betriebsärztin in meiner Zivildienststelle wollte mich in die Psychiatrie einliefern lassen.
Ich bekam Medikamente namens Solian.
Ich bekam Medikamente namens Dominal.
Ich bekam Medikamente namens Truxal.
Ich bekam Medikamente namens Akineton.
Ich bekam Medikamente namens Akineton retard.
Die letzten beiden waren 2 Mal täglich gegen die Nebenwirkungen der ersten einzunehmen. Ich hatte mit medikamentös
bedingtem Parkinson zu kämpfen. Oft fühlte ich mich steif und gefangen in einem bloß roboterhaft beweglichen
Körper.
Ich war schwerfällig,
ich fühlte mich müde,
ich war niedergeschlagen,
ich fühlte mich überrumpelt,
ich war so hilflos!

Klinische Psychologinnen testeten meine Psyche,
Frau Primaria Alexander pumpte mich mit Tabletten voll.
Man attestierte mir eine Paranoide Schizophrenie.

Der Herbst kam.
Der Zivildienst neigte sich langsam zu seinem Ende.
Papa starb alleine und einsam in Berlin.
Ich wurde immer stiller.

Zu Beginn meiner Zeit als Zivildiener hatten meine Kolleginnen mich stets Sonnenschein genannt.
Nun war ich ein frühzeitig um Jahre gealterter, verlebter, stiller Mann.
Ich war immer noch kaum 20 Jahre alt…

Nach dem Ende des Zivildienstes sollte ich studieren. Ich kam in der Meisterklasse Kogler auf der Akademie der Bildenden
Künste unter.

Ich trank viel.
Meine Mutter sprach mich auf den Zettel, den sie in meiner Wiener Wohnung bei einem ihrer Besuche gefunden hatte, an.
Das Leben ist so ein Leiden, stand darauf.
Ich gab ihr keine Antwort.
Ich setzte meine Tabletten ab; die Rechnung ging für mich einfach nicht auf; zu viele Nebenwirkungen, zu wenig Linderung…

Einmal nahm mich eine Polizistin mit auf eine geheime Polizeistation, um mich von einem Arzt untersuchen zu lassen.
Man ließ mich nach einer Weile wieder frei.

Frau Primaria Alexander schrieb in meinen Akt: Compliance schwankend.

Ich wurde wieder voll psychotisch.
Ein paar Menschen machten sich Sorgen um mich.
Ich bekam eine Zeitlang Depotspritzen.
Ich vertrug sie nicht und verweigerte sie schließlich.

Ich wollte weg.
Ausbrechen.
Abhauen.
Entweder hinaus in die Welt
oder ganz raus aus ihr…

Ich vereinsamte mit der Zeit vollkommen.
Ich lebte nur mehr vegetativ.
GZSZ und Dutzende andere Scheiß- TV- Sendungen waren mein Lebensersatz.
Ich stand an irgendeinem Fenster in irgendeinem Raum, aus dem ich nicht fliehen konnte.
Draußen auf der Straße sah ich all die Menschen und all das Leben, das da herrschte.
Aber es war dies alles unerreichbar für mich.
Ich war hier eingesperrt.
Ich konnte hier nicht raus.
Das Leben zog an mir vorüber.

Ich freundete mich mit Mädchen an.
Die leider nur in meinem Kopf existierten.
Ich führte endlos lange Gespräche mit diesen Mädchen.

Auf der Uni verkündete ich mit Tränen der Verzweiflung in den Augen, dass die Welt nun untergehen würde.
Professor Kogler fuhr mich nach Hause.


Rückblick Nummer 5

Gerade war ich ganz zaghaft daran gewesen, mich wieder einigermaßen zu erholen.
Ein halbes, dreiviertel Jahr ging es mir ganz gut.

Dann kam jener verhängnisvolle Sommer.

Familienurlaub in Kroatien.

Ich war krank und wurde noch immer kränker.
Körperlich war ich gesund.
Ich bestritt dies.
Ich fühlte mich todkrank und moribund.
Ich hatte überall Tumore und mein Blut war Gift und mein Kopf war eine Bombe und ich wurde von innen aufgefressen und
verdaut und verweste bereits.

Ich war über 16 Wochen als Patient im Wagner Jauregg Krankenhaus in Linz auf A10 und A9.

Ich fühlte mich schlecht.
Ich war sehr krank.
Schwer krank.

Mit der Zeit realisierte ich das.
Ich war ein weiterer psychisch Kranker.

Mein altes Leben war vorbei.
Ich konnte, durfte und wollte nicht mehr zurück nach Wien in meine Wohnung und dieses alte Leben.

Man versuchte, mich in einem Heim für psychisch Kranke unterzubringen.
Schließlich kam ich in eine teilbetreute Wohngemeinschaft in meiner Heimatstadt in der Provinz.
Nach Hause…





TRAVIS (V.O.) May 29, 1972. I must get in shape. Too much sitting has ruined my body.
Twenty-five push-ups each morning, one hundred sit-ups, one hundred knee-bends. I have quit smoking.

Travis, still bareback, passes his stiff arm through the flame of a gas burner without flinching a muscle.

TRAVIS (V.O.) Total organization is necessary. Every muscle must be tight.




Der Mensch ist Gott und die Welt ist sein Königreich
und du Idiot willst es einfach nicht begreifen!
Nie wirst du ein Magier sein, du Schlappschwanz! schrie mich der Frater wütend an.
Die Magie ist eine ununterbrochene Übung, kein Freizeitvergnügen, kläffte er mich an.
Löse deinen Willen von der Knechtschaft
Übe dich zur Herrschaft!
Übe deinen Willen!
Lass dich nicht von deinen Leidenschaften beherrschen!
Ein Magier kennt keine Leidenschaften.
Ein Magier ist niemals passiv!
Sondern aktiv und siegreich!
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Hobbies


Schreiben, Lesen, Musik Hören, Bücher, Vinyl, CDs & MCs Sammeln, Tischfußball.

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Die Ekstase des Aufbruchs und des Ausbruchs