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Mortification

AU Australien
 
1989 - heute
Gegründet: 1989
Bandstatus: Aktiv
Genre: DeathThrashWhite
Offizielle Homepage: http://de.mortification.de/
Myspace Seite: http://www.myspace.com/mortification1
Fans (66 Fans)

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Biographie
Mortification History Es war im Jahre 1989, als die christliche Thrash-Metal Band Lightforce auseinander ging. Man hatte in der Vergangenheit 2 Alben aufgenommen, welche klassischen Metal á la Iron Maiden zum Besten gaben. Steve Rowe spielte damals den Bass in der Band. Nach der Auflösung von Lightforce, beschloss Steve seine eigene Band mit anderem Stil und Namen zu Gründen. So entstand Mortification, eine christliche Metalband, die sich in jeder Szene, christlich oder nicht, einen starken Namen gemacht hat. Der Name Mortification heißt übersetzt Demütigung. 1990 ging man ins Studio um das erste Album, "Break the Curse" aufzunehmen. Steve spielte hier nicht nur den Bass, sondern übernahm auch den Part des Frontgröhlers. Seine Mitstreiter waren damals Jayson Sherlock und Cameron Hall. Dieses Album war noch sehr thrashlastig, was sich aber mit dem nächsten Album ändern sollte. 1991 erschien dann das Self-titeld Album "Mortification". Diesmal ging es eine Spur härter ans Werk und der thrashige Sound wich einem Gemisch aus Deathmetal und Grindcore. Der Sound klang noch relativ roh und brutal. Man sagt ja immer das dass dritte Album einer Band das Entscheidenste ist. An diesem Album so heißt es, zeigt sich ob eine Band langfristig erfolg hat. Mortification hatten ihre Hausaufgaben gemacht. "Scrolls of the Megilloth" hieß das dritte Werk der christlichen Death-Metaller aus Down Under. 1992 bescherte uns Mortification eins der besten Death-Metal Scheiben, die wir in unseren CD-Player stecken können. Der Sound war noch extremer als beim Vorgängeralbum und meiner Meinung nach auch ausgereifter. Mit diesem Album erzielten Mortification viel Anklang in der nicht-christlichen Metalszene. Allerdings nicht nur. Denn einige Black-Metal Fans konnten es wohl nicht haben, das Christen Metal spielen. Verwünschungen wurden ausgesprochen und insbesondere Steve wurde verbal angegriffen. Später hielt er textlich gesehen dagegen, indem er Songs schrieb die Eindeutig gegen die Satanisten waren. 1993 nahm Mortification dann "Post momentary Affliction" auf. Der Sound war immer noch extrem, allerdings nicht mehr ganz so hart wie auf "Scrolls of the Megilloth". Man experimentierte schon ein wenig herum. Zu der Zeit erschien auch das erste Video von Mortification, "Grind Planets". Auf diesem Video sind mehrere Videoclips, sowie ein kleiner Mitschnitt der Tour zu sehen. Obwohl die Musik extrem ist, präsentieren sich die Jungs von Mortification als ein paar Witzbolde. Sie albern rum und Steve erklärt den Unterschied zwischen einem Australischen und einem Amerikanischen Bier. 1994 spielten Mortification auf dem Black Stump Festival in Australien. Von diesem Konzert machten sie ihr erstes Live-Album, "Live Planetarium". Diese Album ist auch das beste Live-Album welches sie rausgebracht haben. Dieses geniale Konzert kann man nicht nur hören, sondern auch sehen und zwar auf dem zweiten Video, einem kompletten Mitschnitt des Konzertes. Nach den Aufnahmen für das Konzert verließ Drummer Jayson Sherlock die Band und trommelte fortan bei der Doom Metal Band Paramaecim weiter. An seine Stelle trat Phil Gibson. Mit ihm nahm man 1994 das bis dahin meistverkaufte Album "Blood World" auf. Der Stil hatte sich stark geändert. Die Death Metal und Grindcore Einflüsse gingen stark, wenn auch nicht ganz zurück. Thrash Metal mit gelegentlichen Hardcore Einflüssen war angesagt. Mit diesem Album startete man auch eine Tour durch Amerika und Europa. Im Dezember stand Steve Rowe wieder alleine da, denn Micheal Carlisle und Phil Gibson verließen die Band. 1995 fand Steve neue Musiker die mit ihm ein neues Album aufnahmen. Mit Bill Rice und Jason Campell nahm er das Album "Primitive Rythym Machine" auf. Dieses Album wies keinerlei Death Metal Einflüsse mehr auf, sondern war reiner Thrash Metal. Soundmäßig ist es eher Mortifications schwächstes Album, was wohl daran liegt das Steves Mitstreiter keine festen Bandmitglieder waren. Nach diesem Album wurde es Zeit für ein Best-of Album. "Best of 5 years" hieß die Platte welche die besten Songs der letzten Alben enthielt. Das Bangen der Fans um das Schicksal der Band löste sich auf als das neue Lineup bekannt wurde. Lincoln Bowen spielte fortan Gitarre und Keith Bannister, der jahrelanger Roadie bei Mortification war, lernte extra Schlagzeug spielen und übernahm die Drums. Neue Leute, neues Album hieß die Devise und so nahm man das Album "EnVision EvAngelene" auf. Aufgrund der neuen Leute hatte der Stil sich auch wieder geändert. Mortification wurden melodiöser. Insbesondere der Titelsong (welcher über 18 Minuten lang ist!) brachte verschiedene Stilrichtungen zum Vorschein. Von der anschließenden Tour wurde ein weiteres Konzert aufgenommen. Diese Konzert teilte man in zwei Hälften und brachte es auf zwei EP's raus. Die Erste trug den Titel "Live whitout fear" und die Zweite trug den coolen Namen "Noah sat down and listen to the Mortification EP, while having a coffee". Diese beiden EP's kommen meiner Meinung nach nicht an "Live Planetarium" heran, sind aber trotzdem begehrte Sammlerstücke und ich habe es immer noch nicht geschafft, die Zweite in meinen Besitz zu kriegen. Zwischenzeitlich brachten Mortification noch zwei Videos raus. Das eine war ein History-Video welches die Geschichte von Mortificition dokumentiert. Das vierte Video "EnVision", enthält unter anderem den 20 minütigen Clip zu EnVision EvAngelene. Außerdem sind noch einige Videos und Live Aufnahmen vom den EP's zu sehen. Im Sommer 1997 erhielt Steve Rowe die schlimmste Nachricht seines Lebens. Er hatte Krebs. Die Ärzte sagten ihm, dass seine einzige Möglichkeit zu überleben wäre, wenn man einen passenden Spender für eine Knochenmarktransplantation finden würde. Gott führte es so das Steves Vater die Vorraussetzungen für eine Spende erfüllte. Trotz der Operation sagten die Ärzte ihm, dass er nie wieder richtig laufen und sehen könnte. Nach einiger Zeit konnte er wieder nach Hause. Aber der Krebs kam leider wieder. Steves zustand war so schlecht, dass die Ärzte ihm noch 2 Stunden zu leben gaben. Steve verzichtete auf weitere medizinische Hilfe und legte seine Situation komplett in Gottes Hände. Tausende Fans rund um den Globus beteten für ihn, und mit Gottes Hilfe schaffte er es 1998 den Krebs zu besiegen. Immer noch geschwächt von seiner Krankheit nahm Steve mit Lincoln und Keith das Album "Triumph of Mercy" auf. Dieses Album war wieder etwas härter als sein Vorgänger. Wenn auch nicht in allen Liedern, aber doch schon in den meisten kamen mehr und mehr Melodien zum Vorschein. 1999 kam dann ihr nächstes Album auf den Markt. "Hammer of God" hieß die Scheibe. Dieses Album ist vollgepackt mit Melodien und harten Riffs. Mit über 16 Songs und über 70 Minuten Laufzeit, ist es das bisher längste Album von Mortification. Auf der CD befanden sich zusätzlich noch ein Medley, bestehend aus den ersten 4 Alben, sowie 3 Demoversionen von der "Triumph of Mercy". Im Jahre 2000 war es wieder Zeit für ein neues Live-Album anlässlich ihrer Bühnenpräsens seit 10 Jahren. "Ten years Live not Dead" enthielt mehr die neueren Songs der letzten Alben. Aber da Mortification so viele Alben produziert haben sei es ihnen gegönnt, zumal ich finde das manche Songs live noch besser rüberkommen als auf dem Album selbst. Wer sich die Live-CDs mal anhört (oder auf einem Konzert war), der merkt sehr schnell, dass Mortification keinen Geheimnis draus machen, dass sie Christen sind. Steve nimmt sich immer die Zeit, seinem Publikum zu sagen, worauf es im Leben ankommt. Nämlich die gelebte Beziehung zu Jesus Christus. 2001 war dann wieder ein besonderes Jahr für Mortification. Keith Bannister fand seine große Liebe, heiratete und verließ die Band. Doch der Ersatz lies nicht lange auf sich warten. Der damals 15 jährige Adam Zafferese setzte sich ans Schlagzeug um das neue Werk "The Silver Cord is Served" aufzunehmen. Trotz seiner jungen Jahre ist Adam ein Master am Drumset. Sein Talent und die zunehmende Neigung zum Hardcore von Seiten von Lincoln, trugen dazu bei, dass sich der Stil noch mal stark gewandelt hatte. Death Metal adé, willkommen Power Metal. Diese Album war sehr gewöhnungsbedürftig und den alten Fans die "Scrolls of the Megilloth" zu ihren Favoriten zählten war dieses Album ein Greuel. Dennoch halte ich "The silver cord is served" für eins der Besten CDs die Mortification produziert hat. Zwar war ein Musikwechsel vorhanden, aber was sie taten, dass taten sie gut. In diesem Jahr erfüllte sich für Steve ein großer Traum. Die erste Welttournee. Zusammen mit Adam, Lincoln und dessen Frau die alles digital festhielt, spielte man in den USA, Europa, Afrika und Südamerika. Die Welttournee wurde aufgezeichnet und Mortification brachten ihre erste DVD "Conquer the World" auf den Markt. Auf der Tournee wurden einige Akustik-Songs aufgenommen. Diese wurden auf das neue Sammlerstück für den Fan draufgepackt. "Power, Pain and Passion", eine weitere Best-of-CD enthält Akustik-Stücke von der Tournee, Aufnahmen von dem ersten Mortification Album sowie Live-Stücke von Mortification Konzerten. Insgesamt eine gute Mischung. 2001 gab wieder einen traurigen Anlass für die Fans. Lincoln verlies die Band, weil er mehr Interesse an der Hardcore Szene hatte. Ein Jahr später fand Steve zwei neue Gitarristen. Mick Jelinic und Jeff Lewis nahmen zusammen mit Steve und Adam das 11. Studioalbum von Mortification, "Relentless" auf. Der neue Stil wurde beibehalten, allerdings ging man teilweise wieder agressiver vor. Überhaupt taten die zwei Gitarristen der Band und ihrem Sound gut, da Mortification bisher eine dreier Besetzung war. Nach der Veröffentlichung von "Relentless" ging man auch wieder auf Tour. Mortification kamen nach Deutschland und ich hatte die große Freude Steve persönlich kennenzulernen. Danach wurde es etwas ruhig um Mortification. Aufgrund des Irak-Krieges kam Mortification nicht wie versprochen nach Europa. 2003 wurde bekannt, dass Steve mit seinem neuen Gitaristen an einem neuen Album arbeitete. Das lies neue Hoffnung aufkommen, zumal Steve versprach es würde das härteste Album seit 10 Jahren werden. Diese Hoffnung wurde leider überschattet als Steve mit seiner Firma in finanzielle Schwierigkeiten kam. Es führte sogar soweit, dass er sein eigenes Studio verkaufen musste. Nichtsdestotrotz kam dann im Februar 2004 das erwartete Album raus. "Brain Cleaner" hieß die Scheibe, die wirklich wie erwartet härter war als die letzten Alben. Wenn es sich auch nicht mit "Scrolls of the Megilloth" vergleichen lässt, so ist es doch eine solide CD die Mortification uns da bescherte. Für dieses Album gab es aber wieder ein Wechsel im Lineup. Adam verlies die Band sowie Jeff Lewis.An Adams Stelle kam Mike Forsberg, der früher bei der Band Cybergrind gespielt hatte. Wie die Zukunft von Mortification aussieht ist momentan leider ungewiss. Es wäre zu hoffen, dass ein neuer Vertrag mit einer Plattenfirma zustande kommt. Auf die Frage hin, wie lange Steve wohl noch Mortification am leben halten würde sagte er mit einem lächeln: "till my dead!" Keine Ahnung wie ihr das seht, aber ich bin damit zufrieden? Andreas Münch (Interviewer)